Ahlers AG: Umsätze sinken

Ahlers-Vorstand: Dr. Karsten Kölsch (l.), Dr. Stella A. Ahlers, Götz Borchert ©Ahlers AG

Vorstand schraubt Umsatz- und Gewinnerwartungen herunter

„Durch Auftragsstornos osteuropäischer Kunden und schwaches Sofortgeschäft bei Anzug und Sportswear sinkt der Umsatz überraschend auch im zweiten Quartal“, teilt die Herforder Ahlers AG mit. Demnach haben nach vorläufigen Zahlen die Umsätze im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 110,8 Millionen Euro rund 5,5 Prozent verloren. Dabei hatte der Vorstand aufgrund der späteren Auslieferung im ersten Quartal und größeren Konsignationsflächen für das zweite Quartal mit einem höheren Volumen gerechnet. Das EBITDA ist um 36 Prozent auf 2,7 Millionen Euro abgerutscht, „obwohl im zweiten Quartal der Saldo der betrieblichen Aufwendungen durch Cost Saving Maßnahmen reduziert werden konnte“. Das Konzernergebnis sank von 0,9 Mio. Millionen Euro auf – 0,4 Millionen Euro. Aus diesem Grund senkt der Vorstand die Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2017/18. Die Geschäfte sollen im zweiten Halbjahr etwas besser als im ersten laufen und das Konzernergebnis 2017/18 nahe am Break Even Punkt liegen.

Verschiedene Umstrukturierungen und Kostensenkungsmaßnahmen seien bereits eingeleitet, heißt es weiter. Hintergrund: Ahlers hat im zweiten Quartal 2018 wegen fehlender Vorkasse osteuropäischer Kunden Aufträge stornieren müssen. Außerdem lief das Sofortgeschäft mit Anzügen und Outdoorjacken in Deutschland schlecht. Dafür wuchs das Jeansgeschäft von Pierre Cardin und Pioneer Authentic Jeans gegen den Trend weiter. Die aktuellen Halbjahreszahlen 2017/18 veröffentlicht das Unternehmen am 11. Juli 2018.