COVID-19 wirbelt Messekalender durcheinander  

Digitale Aufrüstung des stationären Handels ©Messe Düsseldorf / ctillmann

Digitaler Ersatz

Die globale Coronavirus-Pandemie hat dazu geführt, dass gleich eine Reihe von Veranstaltungen der Modebranche abgesagt wurden. Die Organisatoren haben aber stattdessen neuen virtuellen Foren etabliert, konstatiert GlobalData, ein führendes Daten- und Analyseunternehmen. „Gesundheits- und Reisebedenken haben den Veranstaltungskalender der Branche erschüttert und weltweit zu Massenstornierungen geführt. Die moderne Technologie von heute kann jedoch helfen, da sich immer mehr Messeveranstalter virtuellen und anderen digitalen Alternativen zuwenden, um den Branchendialog aufrechtzuerhalten“, sagt Beth Wright, Korrespondentin für Bekleidung bei GlobalData. Ein Beispiel sei Kingpins24 – eine Online-Version seiner physischen Denim-Sourcing-Show in Amsterdam – die laut Veranstaltern einen Live-Stream mit Panels, Interviews und Ausstellerinhalten enthielt, auf den Tausende zugegriffen haben.

Unter SPESA (Sewn Products Equipment & Suppliers of the Americas) werde auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, Videotouren und andere Online-Technologien einzusetzen, um die Produkte zu präsentieren. „Die Show kann mit Hilfe der heutigen Technologie und Software buchstäblich angesichts der Covid-19-Krise fortgesetzt werden. Durch die digitale Erfassung von Branchenveranstaltungen werden Einkäufer und Lieferanten dazu ermutigt, in Verbindung zu bleiben, und wichtige Gespräche können entlang der Lieferkette fortgesetzt werden, während das Gefühl der dringend benötigten Zusammenarbeit in der gesamten Branche angesichts der Krise gefördert wird. Virtuelle Veranstaltungen haben außerdem den zusätzlichen Vorteil, dass möglicherweise mehr Besucher angezogen werden, da Teilnehmer, die möglicherweise nicht die Möglichkeit hatten, zu einer physischen Veranstaltung nach Übersee zu reisen, jetzt online von zu Hause aus teilnehmen können“, sagt Wright. „Es wird interessant sein zu sehen, ob virtuelle Veranstaltungen zu einer Hauptstütze der Modebranche nach der Pandemie werden.“