Pitti Uomo 109: Profil und Produktbreite

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Saisonstart

Die Pitti Uomo 109 hat in Florenz die Saison der internationalen Menswear-Events eröffnet. Rund 12.500 Einkäufer und knapp 19.000 Besucher kamen zur Messe, 758 Aussteller zeigten Kollektionen. Pitti-CEO Raffaello Napoleone spricht von „großer Energie“ und betont die Qualität der internationalen Käufer. Während die Zahl ausländischer Einkäufer stabil blieb, gingen italienische Besucher leicht zurück.

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Auch die deutschen Marken berichten überwiegend positiv – trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds. Club of Comfort setzt auf sichtbarere Kommunikation am Produkt. Geschäftsführer Norbert Bents nennt neue Etiketten mit „Schlagbildern“, die Vorteile der Hosen erklären sollen. Neu ist zudem die Farbwelt „Bubblegum“. Erweiterungen gibt es beim Woll-Look und bei den Easygo Pants. Bei Eterna sieht Geschäftsführer Dirk B. Heper eine gute Resonanz. Wichtig sei „glaubwürdig“ zu bleiben und ein belastbares Preis-Leistungs-Verhältnis zu liefern. Der Handel sei bereit, Neues anzugehen – vorausgesetzt, die Produkte gehen über reine Basics hinaus. Roy Robson bewertet den Markt laut Markenchef Marco Sänger zwar schwierig, berichtet aber von guten Abverkäufen im Vorlauf der Messe und einer „gewohnt guten Stimmung“ auf der Messe.

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Desoto plant die nächsten Schritte in der Markenentwicklung. Geschäftsführer Mario Zimmermann nennt als Hebel Komplettlooks, Kombi-Pieces und neue Hybridformen. Der Ansatz läuft unter „Dressual“. Olymp öffnet sich weiter für ausgewählte Sortimente wie zum Beispiel Hosen, die seit rund anderthalb Jahren im E-Commerce getestet werden. Heiko Ihben setzt auf einen neuen Look und ein neues Möbel für den POS, das dem Abverkauf in diesem Sinne und der „Auffrischung des Kleiderschrankes der Endverbraucher“ dienen soll. Dressler will seine Positionierung im Premium- und Luxussegment ausbauen. Geschäftsführer Thomas Jäger betont: „Dressler überzeugt nationale und internationale Premium- und Luxuskunden mit einer Kollektion, die neue Maßstäbe setzt.“

Zuitable zieht ein positives Messefazit. Inhaber Christian Filusch sagt: „Wir hatten mehr Zeit für den Vorlauf.“ Die Marke zählte 30 Kunden aus Deutschland und 20 aus den Niederlanden, hinzu kommen neue Agenturen in Frankreich und Spanien. M5 bewertet die Messe als „sehr erfolgreich“. Geschäftsführer Sven Wandres (Meyer-Hosen) hebt den neuen Messeauftritt und die überraschend offene Kommunikation der Branche zur Marktlage hervor. Tom Ripley-Inhaber Wolfgang Müller bestärkt die Pitti als führende internationale Plattform, fordert auch mehr Reisebereitschaft des Handels: „Messen sind die Gelegenheit effizient Marken zu sichten, den Markt zu sondieren und Neues aufzunehmen.“