Saks-Insolvenz trifft auch Galeria-Kontext

©Screenshot www.saksfifthavenue.com

Warenhaus

Die Insolvenz von Saks Global wurde Mitte Januar 2026 öffentlich. Wie Reuters berichtet, stellte der US-Luxuswarenhauskonzern am 13. Januar 2026 einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11. Reuters spricht von rund 3,4 Milliarden US-Dollar Finanzschulden. Der Konzern umfasst Saks Fifth Avenue, Bergdorf Goodman und Neiman Marcus. Auch die New York Times ordnet die Insolvenz als Ergebnis eines hoch verschuldeten Expansionskurses ein und beschreibt die Lage als Zäsur für den US-Luxushandel. Der SPIEGEL berichtet ebenfalls über das Chapter-11-Verfahren und erklärt, dass der Betrieb in den Kaufhäusern zunächst weiterläuft.

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Für den deutschen Handel ist der Fall auch deshalb relevant, weil es personelle und finanzielle Verbindungen zu Galeria gibt. Reuters verweist darauf, dass Richard Baker als Architekt von Saks Global gilt und zugleich eine Verbindung zu Galeria Karstadt Kaufhof hat. Damit steht ein Teil der Debatte um die Saks-Pleite auch im Kontext seiner Aktivitäten in Europa. Die Beziehung Galeria/Saks reicht zudem in den Offprice-Bereich: Wie das Handelsblatt bereits 2019 berichtete, schloss Galeria damals die Rabattkette Saks Off 5th in Deutschland.