Herrenschneiderhandwerk wird Immaterielles Kulturerbe

©Diehm Bespoke

Aufgenommen

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Herrenschneiderhandwerk in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit werde ein traditionsreiches Handwerk gewürdigt, das handwerkliche Präzision mit moderner Weiterentwicklung verbindet – von der individuellen Vermessung über Schnittkonstruktion bis zur Endausarbeitung, teilt die Vereinigung „Die Herrenschneider – Echte Maßarbeit. Ehrliches Handwerk e.V.“ mit. Maßanzüge stünden für Identität, Haltung und Langlebigkeit. Die Anerkennung unterstreiche auch die Nachwuchsförderung und die wachsende Rolle von Frauen: Rund 40 Prozent der etwa 60 deutschen Maßschneiderbetriebe werden von Frauen geführt.

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Vereins-Vorsitzender Sandro Dühnforth betont: „Die Auszeichnung bestätigt unsere Arbeit und stärkt die öffentliche Wahrnehmung dieses Handwerks.“ Der Verband setzt sich seit 2018 für Vernetzung, Wissensvermittlung und die Zukunft des Berufs ein. Die Aufnahme honoriere nicht nur handwerkliche Exzellenz, sondern auch den nachhaltigen Umgang mit Materialien und die kulturelle Bedeutung des Handwerks.