Schuhindustrie kritisiert EPR-Regelung

Torben Schütz ©HDS/L

Herstellerverantwortung

Die deutsche Schuhindustrie kritisiert die geplante erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe. Bei einem Treffen mit CDU-Abgeordnetem Florian Bilic in Pirmasens betonten Branchenvertreter, dass die aktuelle Ausgestaltung mittelständische Unternehmen übermäßig belasten könnte. „Das System droht teuer, komplex und praxisfern zu werden“, sagt HDS/L-Vorsitzender Carl-August Seibel. Die Finanzierung von Rücknahme- und Verwertungssystemen soll auf Hersteller umgelegt werden, was zu höheren Verbraucherpreisen führen könnte.

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Andreas Tepest (Cads) fordert eine klare Trennung von Textilien und Schuhen, da Schuhe aufgrund ihrer Materialvielfalt technisch anspruchsvoller zu recyceln sind. Prof. Dr. Günter Schell (PFI) betont, dass Mittel aus dem EPR-System gezielt in Forschung für Schuh-spezifische Lösungen fließen müssen. Die Branche fordert schlanke Prozesse, EU-weite Harmonisierung und faire Wettbewerbsbedingungen. Torben Schütz vom HDS/L resümiert: „Kreislaufwirtschaft muss bezahlbar bleiben.“