Regulierung
Der französische Senat hat am 29. Juni 2026 die endgültige Fassung eines Gesetzes gegen Ultra-Fast-Fashion verabschiedet, das sich gezielt gegen Online-Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress richtet. Nach über zwei Jahren parlamentarischer Debatte passierte der Text sowohl National- als auch Senatskammer.
Kernstück ist ein Werbeverbot für Ultra-Fast-Fashion-Produkte, das am 1. Januar 2027 in Kraft tritt und auch Influencer einschließt. Zusätzlich müssen betroffene Unternehmen 2026 zwischen 0,25 und 6 Euro Gebühr pro Produkt zahlen, bis 2030 steigt der Betrag auf 1 bis 10 Euro. Als Ultra-Fast-Fashion gelten demnach Anbieter, die eine sehr hohe Zahl neuer Produkte online stellen und deren geringer Preis kaum Anreiz zur Reparatur bietet. Europäische Ketten wie Zara oder H&M sind von der Regelung ausgenommen.

