Frasers Group will Hugo Boss schlucken

©HUGO BOSS

Angebot

Die britische Frasers Group des Milliardärs Mike Ashley hat am 10. Juni 2026 per WpÜG-Pflichtmitteilung ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für den Metzinger Modekonzern Hugo Boss angekündigt. Frasers bietet 38 Euro je Aktie in bar für alle Anteile, die das Unternehmen nicht bereits hält. Derzeit besitzt Frasers gut 26 Prozent der Hugo-Boss-Aktien, für die verbleibenden knapp 74 Prozent würden rund zwei Milliarden Euro fällig. Das Angebot bewertet Hugo Boss damit mit insgesamt 2,68 Milliarden Euro. Es unterliegt keiner Mindestannahmeschwelle und bedarf der Genehmigung durch die BaFin sowie fusionskontrollrechtlicher Freigaben. Der Abschluss ist laut Frasers für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

WERBUNG

Die Offerte entspricht einem Aufschlag von lediglich 4 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom 10. Juni von 36,46 Euro. Die Hugo-Boss-Aktie stieg nach der Bekanntgabe auf der Handelsplattform Tradegate zeitweise um mehr als sechs Prozent auf über 38 Euro.

WERBUNG

Die Metzinger selbst haben das Angebot in einer Ad-hoc-Mitteilung als nicht mit der Gesellschaft abgestimmt bezeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat wollen das Angebot nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage im besten Interesse der Gesellschaft, ihrer Aktionäre, Mitarbeitenden und Kunden prüfen und eine begründete Stellungnahme abgeben.