Südwesttextil fordert mehr Tempo

Edina Brenner ©Südwesttextil

Konjunktur

Die Textilindustrie in Baden-Württemberg verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 rückläufige Zahlen: Die Beschäftigung sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent, der Umsatz um 4,1 Prozent, die Auftragseingänge lagen 9,6 Prozent unter Vorjahresniveau. Einzig die Technischen Textilien legten zu, mit einem Beschäftigungsplus von 4,1 Prozent und einem Umsatzanstieg von 5,3 Prozent, teilt der Verband Südwesttextil mit. Für die Gesamtbranche sei eine Erholung nicht in Sicht. Anlässlich der Kabinettsklausur der Bundesregierung fordert Südwesttextil raschere Reformen für den Wirtschaftsstandort. „Die Bundesregierung hat den richtigen Schwerpunkt für ihre Kabinettsklausur gewählt: Wettbewerbsfähigkeit und Innovation. Jetzt muss sie diese mit konkreter Politik füllen“, sagt Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner.

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Kritisch sieht der Verband zudem die ausgesetzte Antragstellung im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), einem zentralen Förderinstrument für kleine und mittlere Unternehmen. Als Querschnittstechnologie liefere die Textilindustrie zudem Lösungen für Bereiche wie Mobilität, Gesundheit und Klimaanpassung. „Wer den Mittelstand stärken und Innovation beschleunigen will, darf ausgerechnet bei erfolgreichen Innovationsprogrammen nicht auf die Bremse treten“, so Brenner.