Halbzeitbilanz
Der Bundesverband der Deutschen Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) meldet für das erste Halbjahr 2026 leichte Umsatzverluste auf niedrigem Niveau. Der Umsatz der deutschen Schuhindustrie sei gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 2,4 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro gesunken. Die Inlandsumsätze seien um 2,8 Prozent auf 903 Millionen Euro zurückgegangen, die Auslandsumsätze hätten mit 242 Millionen Euro nahezu stabil bei minus 0,8 Prozent gelegen. Die Beschäftigtenzahl in Betrieben ab 50 Mitarbeitenden sei um 3 Prozent auf 8.943 gesunken; inklusive kleinerer Betriebe arbeiteten rund 15.500 Menschen in der Branche.
Die deutsche Lederwaren- und Reisegepäckindustrie habe ihren Umsatz um 1,1 Prozent verringert, im Inland um 1,3 Prozent auf 162,5 Millionen Euro. Zusätzlich hätten der Krieg mit dem Iran über steigende Logistik- und Rohstoffkosten sowie die geplante nationale Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie mit neuer Bürokratie die Branche belastet. „Deutsche Schuhe und Lederwaren genießen im Ausland einen starken Ruf – das müssen wir fördern und unsere internationalen Kontakte weiter stärken“, sagt HDS/L-Geschäftsführer Torben Schütz.