Abgschlossen
Ausdrücklich begrüßt Südwesttextil das nach fast 20 Jahren erzielte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien. Der Abbau von Zöllen eröffne neue Einkaufs- und Absatzmärkte entlang der textilen Wertschöpfungskette. Kritisch äußert sich der Verband hingegen zur erneuten Verzögerung des Mercosur-Abkommens. „Die EU muss sich endlich ihrer Wirtschaftsmacht bewusst werden und sich klar für freien Handel positionieren“, sagt Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner.
Hintergrund ist die nach Verbandsangaben immer noch angespannte wirtschaftliche Lage der baden-württembergischen Textilindustrie. Zwar sei der Umsatz im November um 1,6 Prozent, in der Mehrmonatsbetrachtung ergebe sich jedoch ein Minus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor diesem Hintergrund sieht der Verband Südwesttextil deutlichen politischen Handlungsbedarf. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und handelspolitischer Spannungen müsse die EU wirtschafts- und sicherheitspolitisch enger zusammenarbeiten.
