EU: Debatte um Pelzfarmverbot

©Deutsches Tierschutzbüro

Tierschutz

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Kurz vor der erwarteten Entscheidung der EU-Kommission über ein mögliches Verbot von Pelzfarmen will die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“, die von mehr als 1,7 Millionen Menschen unterstützt wurde, den Druck erhöhen. Sie fordert ein EU-weites Verbot der Pelztierzucht sowie ein Import- und Handelsverbot für Pelzprodukte. Nach Informationen aus Brüssel könnte die EU-Kommission jedoch statt eines Verbots lediglich strengere Haltungsauflagen für Pelzfarmen prüfen. Demnach wären Betreiber möglicherweise nur zu geringfügigen Anpassungen verpflichtet, etwa durch zusätzliche Beschäftigungsmaterialien in den Käfigen.

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Tierschutzorganisationen kritisieren dies  ausdrücklich. „Ein paar Gegenstände im Käfig lösen das grundlegende Problem nicht. Pelz bedeutet immer Leid für die Tiere“, sagt Lisa Wilhelm von ANINOVA. Nun starteten ANINOVA und weitere Organisationen eine europaweite E-Mail-Aktion. Nach Angaben der Initiatoren wurden rund 150.000 Nachrichten an Mitglieder der EU-Kommission verschickt. Ziel sei es, ein vollständiges Verbot der Pelztierzucht in Europa durchzusetzen.