KiK schließt Filialen

©KiK

Angekündigt

Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter KiK zieht sein Filialnetz zusammen. Bis Ende 2026 werden europaweit rund 300 Standorte geschlossen. Die Gesamtzahl der KiK-Geschäfte sinkt damit in Europa auf etwa 4.000, meldet die dpa. Laut Finanzvorstand Christian Kümmel sind zu dichte Standorte und eine notwendige Ausrichtung auf Profitabilität die Gründe.  Gegenüber FT betont das Unternehmen, dass die Zahl der Schließungen „wesentlich geringer ausfällt, als in den Medien im Herbst 2025 spekuliert wurde“. KiK bleibe deutschlandweit mit einem starken Filialnetz vertreten. Zu einzelnen Fialilen wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Eine Liste der betroffenen Standorte liegt nicht vor. Zur Begründung der angekündigten Schließungen heißt es indes: „Um langfristig erfolgreich, wettbewerbsfähig und für unsere Kundinnen und Kunden zuverlässig da zu sein, überprüfen wir regelmäßig unser Filialportfolio. So sind wir in der Vergangenheit vorgegangen und werden es auch in Zukunft tun.“ Kik wolle an den relevanten Standorten präsent sein. Im Falle von Filialschließungen würden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigt oder anderweitig eine Lösung gefunden. Kündigungen sind nicht geplant.

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In Deutschland werden dieses Jahr insgesamt rund 150 Filialen nicht weitergeführt. Gleichzeitig plant KiK rund 15 neue Standorte auf dem deutschen Markt. In Summe wird der Discounter weiterhin mit über 2.200 Filialen in ganz Deutschland vertreten sein. Der stationäre Einzelhandel steht insgesamt unter Druck: Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet, dass die Zahl der Geschäfte in Deutschland 2026 erstmals unter 300.000 fallen könnte.