DPP: Südwesttextil fordert praxistaugliche Umsetzung

Edina Brenner ©Südwesttextil

Produktpass

Der Verband Südwesttextil fordert eine praxistaugliche Umsetzung des Digitalen Produktpasses (DPP). Anlass ist die kürzlich veröffentlichte Durchführungsverordnung zum zentralen DPP-Register; seit dieser Woche können sich Organisationen registrieren und eine Testumgebung nutzen. Der erste delegierte Rechtsakt für Textilien wird für Ende 2026 erwartet, mit anschließend rund 18 Monaten Übergangsfrist.

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„Der Digitale Produktpass kann die Stärken unserer Branche – Qualität, Langlebigkeit, Transparenz – sichtbar machen. Das gelingt aber nur, wenn die Daten überprüfbar sind und der Vollzug funktioniert. Ein Pass, der sich auf ungeprüfte Selbstauskünfte stützt, belastet die regelkonformen europäischen Hersteller“, sagt Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner. Laut einer IW-Studie im Auftrag des Handelsverbands gelangten 2025 rund 12 Millionen Pakete aus Drittstaaten täglich in die EU. Südwesttextil fordert daher, den Produktpass von Beginn an mit Verifizierung und wirksamer Marktüberwachung zu verbinden sowie die Anforderungen schrittweise und differenziert nach Produktart einzuführen.