IT-Sicherheit
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor kritischen Schwachstellen in der Programmiersprache PHP, die weltweit Webanwendungen bedrohten. Verwundbar seien alle bekannten PHP-Versionen, zurückreichend bis mindestens PHP 5, teilt das BSI mit. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Angreifer aus der Ferne Schadcode auf Webservern mit PHP-Anwendungen ausführen könnten. PHP ist ein zentraler Baustein von Webanwendungen. Mit Kenntnis der Lücken könnten Angreifer großangelegte Angriffskampagnen durchführen.
Die Entwickler hatten Sicherheitsupdates für unterschiedliche PHP-Versionen für den 21. Oktober um 16 Uhr angekündigt. Organisationen sollten dafür personelle Ressourcen bereithalten. Das BSI ruft IT-Sicherheitsverantwortliche und Betreiber auf, die Patches umgehend einzuspielen, den Patchstatus anhand des Advisories zu prüfen und exponierte PHP-Webserver verstärkt auf Auffälligkeiten zu beobachten. „Wir halten eine kurzfristige, großflächige Ausnutzung innerhalb weniger Stunden nach Erscheinen der Sicherheitsupdates für wahrscheinlich: Angreifer können diese mittels KI-gestützter Werkzeuge innerhalb kurzer Zeit analysieren und entsprechende Exploits generieren“, sagt BSI-Vizepräsident Thomas Caspers.
