CoreNet Global: Leerstand braucht neue Nutzungskonzepte

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Umwidmung

Leerstehende Immobilien lassen sich laut CoreNet Global (CNG) Central Europe häufig nicht über Mietsenkungen oder intensivere Vermarktung reaktivieren, nötig seien neue Nutzungskonzepte. Das ist ein Ergebnis eines Symposiums, das die Vereinigung von Corporate-Real-Estate-Managern mit der Hochschule Fresenius in Heidelberg veranstaltete. Annik Englert, Geschäftsführerin der auf Leerstand spezialisierten ReFacto GmbH, nannte Online-Handel, veränderte Arbeitswelten und neue Mobilitätskonzepte als Ursachen dafür, dass Immobilien ihre ursprüngliche Funktion verlören. Entscheidend sei, die Nachfrage am Standort zu analysieren und potenzielle Nutzer früh einzubeziehen.

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Als Beispiel nannte sie eine rund 10.000 Quadratmeter große Büroimmobilie im Raum Ingolstadt, für die ein Konzept für einen Bildungscampus mit Gründerzentrum und 45 Wohnungen für Auszubildende entwickelt wurde. In Würzburg-Heidingsfeld wurde für eine rund 800 Quadratmeter große, zwei Jahre leerstehende ehemalige Bankfiliale eine Kombination aus Stadtbibliothek und Wohnen entwickelt; ein Mietvertrag kam innerhalb von drei Monaten zustande. „Leerstand ist häufig nicht das Ergebnis mangelnder Vermarktungsanstrengungen, sondern Ausdruck eines grundlegenden Wandels der Nachfrage“, sagt Prof. Dr. Thomas Glatte, Professor für Immobilienwirtschaft an der Hochschule Fresenius und Vorstandsmitglied von CNG.