Berlin: Fazit der Messe-Macher

Käufer von Markenartikel sind weniger preissensibel. Bild: Oess

Autor: Markus Oess

Vor der Messe ist nach der Messe. Die Aussteller und Fachbesucher haben längst ihre Koffer wieder ausgepackt und viele der Akteure machen sich erneut auf, um diesmal in Düsseldorf die Ordersaison zu eröffnen. Zeit für einen kurzen Überblick der wichtigen Messe-Macher. Wie die Berliner Woche aus deren Sicht gelaufen ist.

Bild: PANORAMA BERLIN

Jörg Wichmann ist CEO der PANORAMA, der es gelungen ist, in wenigen Saisons zur festen Größe der Berliner Messen zu werden, und die mit insgesamt über 800 Ausstellern die handelsrelevanten Modesegmente auf einer Fläche von rund 50.000 Quadratmetern abbildet:

Wichmann zur Panorama:
„Wir sind uns der angespannten Lage im Handel bewusst und haben uns darauf vorbereitet. In dieser Saison haben wir vermehrt den Einzelhändler fokussiert und präsentieren ein Füllhorn an Inspiration und Neuheiten sowie diverse retailspezifische Lectures. Wir sind optimistisch, dass die aktuelle Marktsituation den Austausch unter Besuchern und Ausstellern verstärkt und so wieder der Community-Gedanke gestärkt wird.“

Anita Tillmann ist Chefin der PREMIUM GROUP, die unter anderem die PREMIUM, SEEK sowie die BRIGHT veranstaltet und seit einigen Saisons mit der Konferenz #FASHIONTECH Impulsgeber der Branche ist.

Anita Tillmann zum Auftritt der PREMIUM GROUP in Berlin
„Parallel vier Messen und eine Konferenz zu veranstalten, war eine neue Herausforderung. Jedes Format hat ein eigenes Profil, das bis ins kleinste Detail definiert und umgesetzt wurde. Die Qualität und die Frequenz der Besucher waren bei der PREMIUM, SEEK, BRIGHT und #FASHIONTECH sehr gut, bei der SHOW & ORDER war die Frequenz noch verhalten, jedoch war die Qualität wieder deutlich spürbar. Besonders gelobt wurde die Organisation aller Veranstaltungen. Dieses hohe Servicelevel gäbe es nur in Berlin. International haben sich die Messen der PREMIUM GROUP als die relevanten Marktplätze für Contemporary Fashion in Europa bestätigt.“

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Bild: PREMIUM GROUP

Zur PREMIUM
„Aufgrund der Online-Registrierungen wussten wir bereits im Vorfeld, dass mit noch mehr Besuchern als in der Vorsaison zu rechnen war. Der Erfolg des zweiten Messetages überstieg allerdings unsere Erwartungen – mit dem besten Besucherergebnis, das wir auf der PREMIUM jemals verzeichnen konnten. Auch die Qualität der Besucher war hervorragend. Am Dienstag konnten wir bereits in der ersten halben Stunde SHIPS aus Tokio, LODENFREY aus München und BAYARD aus Zermatt begrüßen.“

Zur #FASHIONTECH
„Es gibt derzeit viel internationales Interesse an unseren Start-ups, an Kollaborationen und an den Entwicklungen im Allgemeinen. Wir haben ein eigenes Ökosystem an der Schnittstelle von Mode und Technologie gebildet. Diese Bewegung aus Menschen unterschiedlichster Felder findet man derzeit nur in Berlin – es ist ein Hub, der Kreative, Techniker, Maker und Forscher zusammenbringt. Das Feld hat ein enormes Potenzial und das Interesse seitens der Industrie an Innovation und digitalen Lösungen ist enorm.“

Die Selvedge Run in der Kulturbrauerei ist ein Muss für Einkäufer, die sich über Marken informieren wollen, die außerhalb des Mainstreams mit drei zentralen Begriffen arbeiten: Qualität, Handwerk und Glaubwürdigkeit. Shane Brandenburg, verantwortlich für das Portfolio der reinen Menswear-Messe, sieht sich auf Kurs:

Brandenburg zur Selvedge Run:

Bild: Selvedge Run

„Erneut haben etliche Marken Selvedge Run als ihre Plattform gewählt, um sich den Einkäufern zu präsentieren, ihre Order zu schreiben und neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Mit ihren hochwertigen Marken, mehr Pressevertretern, einer wesentlich höheren Anzahl an Einkäufern und einem unglaublich engagierten Team war auch die vierte Ausgabe von Selvedge Run wieder eine starke, wenn nicht die bisher stärkste.“