Feiern in Mode

Berlin Fashion Week

Berlin lebt von seiner Vielfalt (Bild: Adobe Stock)

Die Messen sind vorbei, aber wie geht es weiter? 

Autor: Markus Oess

Die Berlin Fashion Week ist vorüber. Was bleibt zum Saisonauftakt? Die Veranstalter sind happy und sprechen von guten Tagen. So wird es auch den Besuchern gehen, selbst wenn die Frequenz augenscheinlich etwas schwächer war als üblich. Die Stimmung war aufgeräumt und es kamen ganz offensichtlich häufig die richtigen Leute auf die Stände. Die Industrie äußerte sich weitgehend zufrieden über die Resonanz. Umgekehrt gab es auch Lob vom Handel für die Bereitschaft, konzeptionell aufeinander zuzugehen. Modisch war es jetzt kein Erweckungserlebnis. Manche Aussteller beklagen für Ihr Verständnis die immer noch zu geringe Internationalität in der Hauptstadt.

„Nach nun fünf Messen haben wir uns eine gewisse Reputation aufgebaut, die sich in unserem diesjährigen Motto ‚Built on Trust‘ widerspiegelt: Wir stehen für Vertrauen im internationalen Kontext und freuen uns über eine Vielzahl von deutschen und ausländischen Marken und Shops sowie internationale Brands. Denn SELVEDGE RUN besetzt ein Segment, das weit über die Grenzen Deutschlands und sogar Europas hinausgeht“, bilanziert Shane Brandenburg, Sales Manager der SELVEDGE RUN.

Besucher aus Ländern wie unter anderem den USA, Asien, Osteuropa und Skandinavien sichteten erneut eine Auswahl japanischer Labels, vor allem aus der Denim-Industrie. Auch die zahlreichen neuen Aussteller fügten sich hervorragend in die tolle Atmosphäre der Messe in der Kulturbrauerei in Berlin ein, heißt es weiter in einer Mitteilung. Gemeint war auch Makers YARD; der Bereich für Lifestyle-Produkte aus den Kategorien Home, Food, Outdoor, Mobility und Skincare ergänzt perfekt das ursprüngliche Sortiment, sodass es in der kommenden Saison ausgebaut und vergrößert wird, kündigen die Messemacher an.

Viele Marken und viel Gesprächsstoff

Mit rund 1.800 Marken, 81 Prozent davon aus dem Ausland, sowie zahlreichen neuen Brands, die bis zu 30 Prozent der Portfolios ausmachen, bot die PREMIUM GROUP mit ihren Plattformen Premium, SHOW&ORDER AT KRAFTWERK BERLIN, SEEK, BRIGHT und #FASHIONTECH eine Momentaufnahme des internationalen Modemarktes auf insgesamt 51.000 Quadratmetern, wie das Unternehmen mitteilt. Speziell auf der Premium am Gleisdreieck fand sich viel Handelsprominenz ein:

Breuninger (Stuttgart), CONLEYS (Hamburg), CRÄMER & CO (Nürnberg), engelhorn (Mannheim), Galeries Lafayette (Berlin), JADES (Düsseldorf), LODENFREY (München), LUDWIG BECK (München), STEREO (München), The KaDeWe Group (Berlin), abseits (Stuttgart) sowie internationale Einkäufer von unter anderem Harrods (London), Galeries Lafayette (Paris), eINWaLLeR (Innsbruck), laRinascente (Mailand), ROSE BUD (Tokyo), V2K designers (Istanbul). Einige Aussteller haben nach Messeangaben durch das digitalisierte Lead Management bis zu 3.000 Besucher auf ihren Ständen gezählt.

Ein ähnliches Bild ergab sich auf der PANORAMA. „Messe ist Marktplatz – klar, aber substanzieller ist meiner Meinung nach der Austausch untereinander, das Vernetzen, der gemeinsame Blick auf die kommende Saison!“, bilanziert PANORAMA-Chef Jörg Wichmann. Auch hier war allenthalben auf den Ständen zu hören, dass die Handelsprominenz entweder schon da war oder sich angekündigt hatte.

Ein kurzer Streifzug durch Berlins Messestände: