HUGO BOSS sieht sich auf gutem Weg

Hugo Boss Headquarter
©Hugo Boss AG

Mark Langer, Vorstandsvorsitzender der HUGO BOSS AG spricht bei der Vorlage der Zahlen Q2 von wichtigen Fortschritten, die bei der Repositionierung erreicht worden seien: „Unsere strategische Neuausrichtung beginnt zu greifen. Das zweite Quartal ist erfreulich verlaufen. Vor allem in den USA und im Online-Geschäft haben wir deutliche Fortschritte gemacht. Wir bekräftigen unseren Ausblick für das Gesamtjahr und blicken mit Zuversicht auch über dieses Jahr hinaus. Die neue Markenstrategie ist vom Handel sehr positiv aufgenommen worden. Damit haben wir ein wichtiges Zwischenziel unserer strategischen Neuausrichtung erreicht.“

HUGO BOSS plant mit einer „stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das Gesamtjahr 2017“. Im Jahr darauf wollen die Metzinger Umsatz und Ergebnis steigern und ab 2019 stärker als das relevante Marktsegment wachsen. Auch die operative Marge soll dann wieder gesteigert werden.

Die Kollektionen Frühjahr/Sommer 2018 hätten erstmals die Konzentration auf die Marken BOSS und HUGO reflektiert und seien von den Handelspartnern positiv aufgenommen worden. „Dabei wurde vor allem die klarere Markenbotschaft von BOSS begrüßt. Der Auftrags­eingang der Athleisurewear von BOSS konnte zweistellig zulegen und die vergleichsweise schwächere Entwicklung der Businesswear von BOSS dabei teilweise kompensieren. Der Ordereingang für HUGO stieg im Vergleich zum Vorjahr solide, vor allem aufgrund eines starken zweistelligen Wachstums der Casualwear. Insgesamt entwickelte sich die Auftragslage beider Marken weitest­gehend stabil gegenüber dem Vorjahr“, heißt es weiter.

Die Metzinger haben im zweiten Quartal den Umsatz im eigenen Einzelhandel auf vergleichbarer Fläche in allen drei Regionen gesteigert. Auch das Online-Geschäft hat angezogen, teilt der Konzern mit. Dagegen ist die Entwicklung im Wholesale „durch zeitliche Verschiebungen von Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr negativ beeinflusst“. Besser läuft es den Angaben nach in Großbritannien und China. Dagegen sind die Umsätze in Deutschland und Frankreich gesunken. Das Geschäft in den USA ist erstmals seit zwei Jahren wieder gewachsen.

Zu den Zahlen im zweiten Quartal: Im Konzern kletterten die Umsätze währungsbereinigt um 3 Prozent auf 636 Millionen Euro. In Europa stagnieren mit 372 Millionen Euro die Umsätze, dafür geht es in Amerika mit 148 Millionen Euro um 3 Prozent und in Asien/Pazifik mit 98 Millionen Euro um 10 Prozent nach oben. Im eigenen Retail legten die Umsätze, auch in Deutschland zu. Insgesamt verzeichnet der Konzern hier ein Wachstum 6 Prozent auf 436 Millionen Euro. Beim Wholesale steht dagegen ein Minus von ebenfalls 6 Prozent auf 182 Millionen Euro auf dem Papier.

Das EBITDA vor Sondereffekten bewegt sich wie im Vergleichsquartal bei 107,7 Millionen Euro. Das EBIT ist von 15,4 Millionen Euro auf 80,6 Millionen Euro gesprungen. Ursache dafür sind laut Angaben Kostenmanagement und vor allem Einsparungen im Zusammenhang mit den Storeschließungen, die leichter als erwartet über die Bühne gingen. Die Zahl der eigenen Stores reduzierte sich im ersten Halbjahr netto um vier auf 438 (31. Dezember 2016: 442). Zum 30. Juni 2017 waren fünf der rund 20 im Rahmen des Maßnahmenpakets im Geschäftsjahr 2016 beschlossenen Storeschließungen vollzogen.

Mit Ausnahme von Europa (minus 6 Prozent) ist das EBIT in den übrigen Regionen gestiegen. Das Konzernergebnis liegt bei 57, 6 (11,1) Millionen Euro. Für das Halbjahr eins liegt damit der Umsatz bei 1, 29 Milliarden Euro (währungsbereinigt plus 2 Prozent). Während der eigene Retail zulegt, verliert der Großhandel in ähnlicher Größenordnung. Das EBITDA steigt leicht von 201,2 Millionen Euro auf 205,2 Millionen Euro, das EBIT deutlich von 69,1 Millionen auf 145,1 Millionen Euro.