GARDEUR Produktion läuft dank Massekredit an

GARDEUR-Chef Gerhard Kränzle (©GARDEUR)

Der mögliche Investor muss Geld für den Kauf und die Anschubfinanzierung mitbringen

Der insolvente Mönchengladbacher Hosenspezialisten GARDEUR hat eine hohe siebenstellige Summe aus einem Massekredit erhalten, mit der GARDEUR fürs Erste das operative Geschäft aufrechterhalten kann. Wie die Mönchengladbacher mitteilen, soll nun umgehend die fertige Lagerware abgerufen werden. „In den nächsten Tagen werden wir benennen können, welche Ware wann genau ausgeliefert werden kann. Durch unsere eigenen Werke sind wir außerdem in der Lage, die Produktion schnell hochzufahren und so kurzfristig liefern zu können“, sagt Gerhard Kränzle, CEO der GARDEUR GmbH. Unterdessen ist die Suche nach einem Investor angelaufen. Die internationale Ausschreibung ist inzwischen veröffentlicht, die Bewerbungsphase läuft derzeit an.

Direkt nach Insolvenzeinreichung hatte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Biner Bähr von der Kanzlei White & Case bereits ein Massekredit zur Sicherung der Mitarbeitergehälter von September bis Ende November beantragt, dem stattgegeben wurde. Das Septembergehalt wurde den Mitarbeitern inzwischen vollständig ausgezahlt. Zur Sicherung der langfristigen Liquidität will Dr. Bähr bis Ende November einen Investor finden. „Finanziell braucht es neben dem Kaufpreis eine Anschubfinanzierung, um die Liquiditätslücke schließen und GARDEUR nachhaltig gesund aufzustellen“, sagt Kränzle. „Wichtig ist, dass der Investor die Produkt- und Mitarbeiterkultur des Unternehmens erhält, denn diese sind entscheidend für den Erfolg der Marke GARDEUR. Es steckt viel Produktwissen, Innovationskraft und Identifikation in den tiefen Wurzeln.“

GARDEUR musste am 5.10.2017 die Eröffnung von Insolvenzverfahren über das Vermögen der vier Gesellschaften einreichen (GARDEUR GmbH, GARDEUR Service GmbH, GARDEUR Beteiligungs GmbH sowie CDS Club Du Sport Bekleidung GmbH).