BREMER BAUMWOLLBÖRSE: Leichte Überproduktion erwartet

©BREMER BAUMWOLLBÖRSE

11.04.2019

Preise sinken

Die Situation ist in der Weltwirtschaft bekannt. Es herrscht weiterhin Unsicherheit wegen des ungelösten Handelskonflikts zwischen den USA und China. Das Wachstum der Weltwirtschaft lässt nach, gleichzeitig verliert die Nachfrage leicht an Dynamik. Das gilt genauso für die Baumwolle. „Dennoch sieht das internationale Baumwollsekretariat (ICAC) in Washington die weltweite Baumwollverarbeitung in der kommenden Saison 2019/20 auf einem Rekordniveau von 27,6 Millionen Tonnen, ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber der Vorsaison. Neben dem zunehmenden weltweiten Bevölkerungswachstum sind auch die im Verhältnis zu Polyester wettbewerbsfähigeren Marktpreise der Baumwolle ein wesentlicher Faktor für steigenden Baumwollkonsum“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Bremer Baumwollbörse

Wegen der im Vergleich mit anderen Feldfrüchten höheren Marktpreise bauten Farmer, insbesondere in den USA, China, Indien und Pakistan mehr Baumwolle an. Um 6 Prozent auf 817 Kilogramm pro Hektar steigende Erträge unterstützten diese Prognose. Damit übersteigt die Produktion leicht den Verbrauch. Damit rechnen Experten mit einem Anstieg der Lagerbestände zum Ende der Saison 2019/20 um 1,5 Prozent auf 17,7 Millionen Tonnen.

Auf Basis des vom ICAC angewendeten Preismodells ergibt sich in der kommenden Saison ein durchschnittlicher Cotlook A-Indexwert von 81,25 US-Cent per lb. Damit liegt die Preisprognose des ICAC unter dem durchschnittlichen Niveau des Cotlook A-Index von 88 US-Cent per lb in der Saison 2018/19 und von 83 Cent per lb in der Saison 2016/17. Der für den Handel auf dem europäischen Nordkontinent mit Baumwolle geltende Preisindex CIF Bremen liegt mit aktuell bei 88,85 US-Cent per lb.