Ultra-Fast-Fashion
Die Europäische Kommission hat ein Verfahren gegen den Ultra-Fast-Fashion-Anbieter Shein eingeleitet. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt den Schritt in einer Mitteilung und verweist auf mutmaßlich illegale sowie verbrauchertäuschende Praktiken. „Wir begrüßen ausdrücklich das Vorgehen der EU-Kommission gegen Shein. Es ist nicht länger hinnehmbar, dass eine milliardenschwere Online-Plattform mutmaßlich systematisch gegen europäisches Recht verstößt – auf Kosten von Umwelt und Verbraucherinnen und Verbrauchern“, sagt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH.
Die DUH hatte im Januar 2026 einen rechtlichen Erfolg gegen irreführende Klimawerbung von Shein erzielt. Shein habe nicht ausreichend erläutert, wie das Unternehmen trotz eines Anstiegs der Klima-Emissionen um 23 Prozent innerhalb eines Jahres bis 2050 Netto-Null erreichen wolle. Weitere Verfahren seien eingeleitet, unter anderem wegen Werbeaussagen wie „lokal“, „umweltfreundlich“ und „100 % natürlich“. Die DUH fordert Umweltminister Schneider auf, ausländische Online-Plattformen bei der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien vollständig einzubeziehen, Sanktionen zu verankern und das Geschäftsmodell finanziell stärker zu belasten. Ziel sei, dass Konzerne für kurzlebige Wegwerfmode mehr bezahlen und Abfallmengen sinken.

