BTE will härteres Vorgehen gegen Temu und Shein

Mark Rauschen ©BTE

Onlineplattformen

Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren verlangt von Bundesregierung und EU ein konsequenteres Vorgehen gegen asiatische Onlineplattformen wie Temu und Shein. Der Verband sieht den stationären Modehandel durch Konsumzurückhaltung, hohe Energiekosten und Bürokratie bereits stark belastet. Hinzu kämen Wettbewerbsverzerrungen durch Anbieter aus Drittstaaten, die europäische Produkt-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards umgingen. Der BTE verweist auf Untersuchungen, wonach über die Plattformen weiterhin schadstoffbelastete Textilien, Schuhe und Accessoires in die EU gelangen. Das Bremer Umweltinstitut habe bei 25 von 31 geprüften textilen Produkten Überschreitungen der REACH-Grenzwerte festgestellt. Bereits 2025 habe auch die Stiftung Warentest mangelhafte Produkte beanstandet.

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BTE-Präsident Mark Rauschen kritisiert die Reaktionen der Plattformen scharf. „Es ist eine Farce, wenn Plattformen wiederholt Lippenbekenntnisse zur Einhaltung europäischer Produktstandards abgeben, während gleichzeitig erhebliche systematische Verstöße festgestellt werden“, sagt er. Der Verband begrüßt das DSA-Verfahren gegen Shein, fordert aber stärkere Marktüberwachung und das Ende der 150-Euro-Zollfreigrenze.