Galeria verhandelt über Mieten

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Standortfragen

Galeria führt Gespräche über die Mietkonditionen mehrerer Standorte. Das Unternehmen verhandelt über eine Flexibilisierung der Mietmodelle an acht seiner insgesamt 83 Filialen. Hintergrund sind mittelfristig auslaufende Mietverträge, teilt das Warenhaus-Unternehmen mit. Demnach geht es dabei um eine ausgewogene Risikoverteilung in einem weiterhin angespannten Marktumfeld des innerstädtischen Einzelhandels. Wirtschaftlich tragfähige Mietmodelle seien Voraussetzung für den langfristigen Betrieb der betroffenen Häuser. „Wir kämpfen für den Erhalt dieser Filialen und möchten an den Standorten bleiben“, sagt Philipp Kreutzer, Chief Sales Officer von Galeria. Voraussetzung sei jedoch ein wirtschaftlich tragfähiges Modell, das langfristig ein positives operatives Ergebnis ermögliche.

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Die Gespräche laufen bereits. Sollte keine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden werden, steht auch eine mögliche Schließung einzelner Häuser im Raum. Parallel hat Galeria vorsorglich Verhandlungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufgenommen. Damit wolle das Unternehmen frühzeitig Transparenz für die Beschäftigten schaffen und sie über den weiteren Prozess informieren. Von den Gesprächen betroffen sind Filialen in München (Rotkreuzplatz), Berlin (Kurfürstendamm und Hermannplatz), Köln (Hohe Straße und Breite Straße), Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg.

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Gleichzeitg modernisiert Galeria die Beleuchtung in 37 Filialen und stellt diese in den kommenden zwei Jahren auf LED-Technologie um. Weitere zwölf Standorte befinden sich derzeit in Prüfung. Ziel der Maßnahme ist es, Energieverbrauch und Betriebskosten zu senken. Durch die Umstellung reduziert der Warenhauskonzern seinen jährlichen Energieverbrauch um rund 40 Millionen Kilowattstunden. Gleichzeitig sinken die CO₂-Emissionen um etwa 17.000 Tonnen pro Jahr. Die jährlichen Kosteneinsparungen liegen nach Unternehmensangaben bei mehr als vier Millionen Euro. Neben den Effizienzgewinnen soll auch die Lichtqualität in den Häusern verbessert werden.