Galeria holt frisches Kapital

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Krise

Der Warenhauskonzern Galeria hat laut „manager magazin“ einen neuen Kredit von Bain Capital erhalten, um die angespannte Liquidität zu überbrücken. Dennoch mehren sich die Anzeichen einer neuerlichen Verschärfung der Krise. Laut Immobilien Zeitung berichten mehrere Vermieter, dass die April-Mieten nicht gezahlt wurden, darunter für die Filiale am Berliner Alexanderplatz. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform stuft Galeria als riskant ein.

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Die Gewerkschaft ver.di fordert von Eigentümer Bernd Beetz und der US-Investmentgesellschaft NRDC ein tragfähiges Zukunftskonzept. „Seit Jahren zahlen die Beschäftigten den Preis für Managementfehler“, kritisiert Silke Zimmer ver.divom ver.di-Bundesvorstand. Die Löhne lägen teilweise 30 Prozent unter dem Einzelhandelstarif. Handelsexperte Johannes Berentzen von der Beratungsfirma BBE sagte zur WirtschaftsWoche, er sehe positive Ansätze wie gesunkene Mieten, neue Partnerschaften mit Lidl oder Decathlon, eine stärkere lokale Ausrichtung, ohne ausreichend Investitionskapital lasse sich ein Kaufhaus aber nicht transformieren. Eine vierte Insolvenz sei eine reale Gefahr. Galeria verhandelt derzeit Mietverträge für Standorte wie München, Berlin und Köln.