Pleitewelle
Die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland verharren auf Rekordniveau. Im Februar näherten sie sich dem Zwölfjahresrekord des Vorjahres an, obwohl nicht alle Bundesländer aktuelle Zahlen meldeten. Dies unterstreicht die angespannte wirtschaftliche Lage. Die Binnenwirtschaft zeigt keine Erholung, während die Eskalation im Nahen Osten Energiepreise und Lieferketten zusätzlich belastet. Unternehmen leiden unter schwacher Nachfrage, hohen Arbeits- und Energiekosten sowie anhaltenden Unsicherheiten bei den Rahmenbedingungen. Finanzielle Puffer sind aufgebraucht, was zu steigenden Betriebsstilllegungen führt. Die DIHK-Konjunkturumfrage deutet auf eine weitere Verschlechterung der Geschäftserwartungen hin.
DIHK-Chefanalyst Volker Treier fordert entschlossenes Handeln: spürbare Kostenentlastungen, Bürokratieabbau, schnellere Entscheidungsprozesse bei Infrastrukturprojekten und mehr Planungssicherheit. Der Mittelstand betont Steuerentlastungen bei der Einkommensteuer, da hier Unternehmensgewinne besteuert werden. Ohne Entlastungen drohten Liquiditätsengpässe, Investitionsrückgänge und weitere Insolvenzen.

