Nachgefragt
Der Einzelhandel erkennt die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz – ist aber operativ kaum darauf vorbereitet. Das ist das Ergebnis der Studie „The Retail CXO Outlook – Roadmap to 2030″ von Manhattan Associates, für die 336 Führungskräfte weltweit befragt wurden. 91 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass KI bis 2030 zur Grundvoraussetzung im Handel wird. Doch nur 29 Prozent haben die notwendige Daten- und Technologieinfrastruktur aufgebaut, um diesen Wandel zu bewältigen.
Studienautor Sebastian Kirbus, Principal Solutions Consultant bei Manhattan Associates, beschreibt das Kernproblem: KI-Erkenntnisse verpuffen, wenn Bestandsdaten unvollständig, Auftragsabwicklung isoliert und Filialprozesse nicht vernetzt sind. Intelligenz allein reiche nicht – entscheidend sei die operative Fähigkeit, mit der Geschwindigkeit von KI-Entscheidungen mitzuhalten.
Eine weitere Herausforderung: 98 Prozent der befragten Führungskräfte befürchten, dass KI-gestützte Suche die Markensichtbarkeit verringern wird. Auffindbarkeit werde künftig nicht mehr durch Marketingbudgets bestimmt, sondern durch strukturierte Produktdaten, Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit.


