Geschäftsklima
Der Gesamtverband der deutschen Maschenindustrie (GESAMTMASCHE) meldet für das dritte Quartal 2026 nur eine geringfügige Verbesserung seines Geschäftsklimaindex von minus 28,22 auf minus 27,47 Punkte. Die aktuelle Geschäftslage verschlechtert sich dabei von minus 28,47 auf minus 34,72 Punkte, während sich die Erwartungen von minus 27,98 auf minus 19,05 Punkte aufhellen. 52 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Inlandsumsätze als schlecht, beim Auslandsumsatz sind es knapp 55 Prozent. 37,5 Prozent rechnen für die kommenden Monate mit sinkender Personalstärke. „Die Unternehmen hoffen auf Besserung. Aber die wirtschaftliche Realität wird zunächst noch härter“, sagt GESAMTMASCHE-Präsidentin Martina Bandte.
Beim Bürokratieabbau klafften laut GESAMTMASCHE Anspruch und Wirklichkeit auseinander: Geplanten EU-Einsparungen von 15 Milliarden Euro jährlich stünden nach Berechnungen der dänischen EU-Ratspräsidentschaft 70,9 bis 85,9 Milliarden Euro neue jährliche Bürokratiekosten sowie bis zu 69,9 Milliarden Euro einmalige Kosten gegenüber. „Deutschland setzt bei der Umsetzung von EU-Vorgaben oft noch eins drauf“, sagt Bandte. „Dieses Gold-Plating bringt deutsche Unternehmen auch im europäischen Binnenmarkt gegenüber ihren Wettbewerbern ins Hintertreffen.“
