Arbeitsmarkt
Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden in Deutschland erwartet, dass KI-Kompetenzen künftig zur Voraussetzung für den Berufseinstieg werden. Das zeigt die Studie „KI in der Arbeitswelt: Wie gelingt der Change?“ der IU Internationalen Hochschule, für die vom 31. März bis 14. April 2026 insgesamt 2.000 Arbeitnehmende im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt wurden. 54,9 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass KI-Kompetenzen in vielen Berufsfeldern zur Grundvoraussetzung werden; unter Führungskräften sind es 65,6 Prozent. Zugleich sehen 39,5 Prozent in KI eine Chance für Berufsanfänger:innen, schneller anspruchsvollere Aufgaben zu übernehmen, während 41,3 Prozent beobachten, dass KI Aufgaben übernimmt, die früher typischerweise Berufsanfänger:innen erledigten.
„KI kann den Berufseinstieg sowohl beschleunigen als auch erschweren. Umso wichtiger ist es deshalb, Berufseinsteiger:innen nicht aus den Augen zu verlieren„, ordnet Prof. Dr. Anne Gfrerer, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der IU, die Ergebnisse ein. Trotzdem investieren laut Studie 43,9 Prozent der Arbeitnehmenden keine Arbeitszeit in KI-Weiterbildung.
