Positionspapier
Der europäische Schuhverband CEC (European Footwear Confederation) fordert Veränderungen bei der der geplanten EU-weiten Beschränkung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). In einem Positionspapier unterstützt der Verband zwar das Ziel, absichtlich eingesetzte PFAS aus der Herstellung von Schuhen und Lederwaren zu verbannen. Die Regelung müsse aber klar unterscheiden zwischen absichtlichem Einsatz, PFAS in zugelieferten Materialien wie Leder, Membranen oder Klebstoffen, nachträglichen Behandlungen wie Imprägnierungen und zufälliger Verunreinigung.
Verantwortlich sein solle derjenige, der PFAS absichtlich einbringt. Die Einhaltung solle vor allem über Lieferantenerklärungen und risikobasierte Prüfungen nachgewiesen werden, nicht über Tests jedes einzelnen Bauteils. Messungen des Gesamtfluorgehalts dürften laut CEC nicht automatisch als Beleg für PFAS gelten. Da es nicht für jede Anwendung gleichwertige Alternativen gebe, etwa bei Schutz- und Berufsschuhen, fordert der Verband befristete Übergangsfristen.

