Temu: EU-Abgaben verteuern Bestellungen

Temu-Bestellungen aus Drittstaaten werden durch EU-Zoll und eine neue Bearbeitungsgebühr teurer.

©screenshot www.temu.com

Preisschub

Bestellungen bei Temu und anderen Plattformen aus Drittstaaten werden teurer. Seit dem 1. Juli 2026 gilt auf Kleinsendungen bis 150 Euro ein vorläufiger Pauschalzoll von 3 Euro je Warenkategorie, berichtet das österreichische Industriemagazin. Seit dem 1. November kommt laut heute.at eine EU-Bearbeitungsgebühr hinzu. Die EU-Kommission hat sie per delegierter Verordnung vom 21. September auf 2 Euro je Warenposition festgelegt, unabhängig vom Warenwert, berichtet die Kanzlei LHR. Schuldner sind Plattform oder Händler, nicht der Verbraucher.

Ein Preisvergleich des Blogs Carpathia.ch zeigt die Folgen: Ein identischer Temu-Warenkorb kostete am 23. Oktober in Deutschland 126,94 Euro, in der Schweiz umgerechnet 80 Euro, ein Unterschied von rund 59 Prozent. Im deutschen Checkout fielen 21,42 Euro Einfuhrabgaben an, davon trugen die Kunden 15 Euro und Temu 6,42 Euro. In Österreich verteuere sich eine Bestellung von Flip-Flops und zwei Laserpointern allein durch die verschiedenen Abgaben um 14 Euro, rechnet der Verein für Konsumenteninformation (VKI) laut heute.at vor.