Umfrage
Eine aktuelle Studie von Voyado und Retail Economics zeigt, dass fast alle Einzelhändler in Europa KI im Marketing oder E-Commerce einsetzen, doch nur 5 Prozent erzielen damit skalierbare Gewinne. Der Grund liegt weniger in der Technologie als in mangelnder Dateninfrastruktur und unausgereiften Prozessen. Laut der Befragung von 300 Führungskräften aus der DACH-Region, Skandinavien, den Benelux-Ländern und Großbritannien fließen bis 2030 rund 39 Prozent der Marketingbudgets – in der DACH-Region etwa 7,3 Milliarden Euro jährlich – in KI-betroffene Bereiche. Allerdings nennen 58 Prozent Qualifikationslücken als größtes Hindernis, gefolgt von internem Widerstand und Datenschutzbedenken.
Fortschrittliche Händler nutzen fast doppelt so viele Datenquellen wie der Durchschnitt und behandeln Datenaufbau als strategische Priorität. Felix Kruth von Voyado betont: „Erst agentische KI auf soliden Datenfundamenten wird echten kommerziellen Wert schaffen.“ Richard Lim von Retail Economics sagt, dass KI sich bald von einem Wettbewerbsvorteil zur Grundvoraussetzung entwickelt. 71 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten, dass KI in zwei Jahren Standard sein wird. Jedoch dürfte sie ohne klare Datengrundlagen und interne Kompetenzen sie oft wirkungslos bleiben.

