Studie belegt Vorteile für Fairtrade-Bio-Baumwolle

©Saumya Khandelwal

Indien

Eine aktuelle Untersuchung mit Daten von 516 Baumwollbäuerinnen und -bauern in Indien zeigt, dass Fairtrade-Bio-zertifizierte Betriebe 30 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als konventionelle Farmen. In der Umstellungsphase auf Bio liegen die Emissionen sogar 48 Prozent niedriger als bei nicht-zertifizierten Betrieben. Gleichzeitig erzielen Fairtrade-Bio-Landwirtinnen und -Landwirte 10 Prozent mehr Gewinn pro Hektar bei gleichen Erträgen. Die Studie, durchgeführt von Global AgriSystem im Auftrag von Fairtrade India, fand zudem keine Entwaldung auf den untersuchten Flächen zwischen 2001 und 2023. 72 Prozent der Fairtrade-Bio-Bäuerinnen und -Bauern erhielten Schulungen zu ökologischem Anbau, was sich direkt auf die Emissionsreduktion auswirkt. Durch gezieltes Düngemanagement und organische Praktiken sinkt der CO₂-Ausstoß zusätzlich.

WERBUNG

Abhishek Jani, Geschäftsführer von Fairtrade India, hebt hervor, dass Fairtrade durch Schulungen, Erzeugerorganisationen und Dekarbonisierungsprogramme strukturelle Nachhaltigkeitsvorteile schafft. Die Studie wurde von der EU im Rahmen des SWITCH-Asia-Programms finanziert und untersuchte Betriebe in Madhya Pradesh, Odisha, Gujarat und Tamil Nadu. Methodisch kombinierte sie Felderhebungen, Geoanalysen und das Cool Farm Tool zur Berechnung von Umweltauswirkungen.