Nachhaltigkeit von Fasern auf dem Prüfstand

©HeiQ

Paper

Die Bremer Baumwollbörse hat ein neues Paper zur Faserrückverfolgbarkeit veröffentlicht. Die Analytikerin Veronica Bates Kassatly und der Statistiker Terry Townsend untersuchen darin, wie aktuelle Ansätze zur Rückverfolgbarkeit Umwelt- und Sozialstandards in der Textilindustrie beeinflussen.

WERBUNG

Polyester dominiert mit fast 60 Prozent die globale Faserproduktion, während Baumwolle etwa 21 Prozent ausmacht. Nur 12 Prozent des Polyesters stammen aus Recycling, wobei 98 Prozent davon aus PET-Flaschen der Getränkeindustrie gewonnen werden. Eine Rückverfolgbarkeit für neu produziertes Polyester fehlt bisher. Zudem kommen bei der Herstellung von PET-Polyesterfasern über 2.500 Chemikalien zum Einsatz, davon gelten 800 als hochgefährlich. Der Wasserfußabdruck von Polyester ist fünf- bis siebenmal höher als der von Baumwolle. Zudem stammt etwa ein Fünftel des Polyesters aus fossilen Rohstoffen sanktionierter Länder.