EU-Kommission: 200-Millionen-Euro-Strafe gegen Temu

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Die EU-Kommission hat gegen den Online-Marktplatz Temu eine Strafe von 200 Millionen Euro wegen Verstoßes gegen den Digital Services Act (DSA) verhängt. Das Unternehmen habe es versäumt, systemische Risiken durch illegale Produkte auf seiner Plattform ordnungsgemäß zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten, teilt diue EU-Kommission mit. Die Risikobewertung von Temu aus dem Jahr 2024 genüge nicht den DSA-Standards: Sie basiere auf allgemeinen Informationen zum E-Commerce-Sektor statt auf spezifischen Belegen zum eigenen Dienst. Zudem habe Temu die Häufigkeit, mit der EU-Verbraucher auf illegale Produkte stoßen, ernsthaft unterschätzt. Testkäufe der Kommission zeigten, dass ein hoher Anteil der geprüften Ladegeräte grundlegende Sicherheitstests nicht bestand und viele Babyspielzeuge aufgrund von Chemikalien oder Erstickungsgefahr ein mittleres bis hohes Risiko darstellten.

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Temu muss bis zum 28. August 2026 einen Maßnahmenplan vorlegen, um die Mängel zu beheben. Der Europäische Ausschuss für digitale Dienste hat einen Monat Zeit für die Prüfung, die Kommission einen weiteren Monat für die endgültige Entscheidung. „Risikobewertungen sind keine Pflichtübungen – sie sind das Rückgrat des DSA. Die Risikobewertung von Temu unterschätzt konkrete Risiken, ist zu unspezifisch, stützt sich nicht auf solide Beweise und ist nicht umfassend. Sie lässt Regulierungsbehörden, Nutzer und die Öffentlichkeit im Unklaren über das wahre Ausmaß der potenziellen Schäden, die von illegalen Produkten auf Temu ausgehen. Jetzt ist es an der Zeit, dass Temu das Gesetz einhält“, sagt Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie.