PICARD saniert sich über Eigenverwaltung

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Restart

Der Lederwarenproduzent PICARD saniert sich über ein Verfahren in Eigenverwaltung. Die Gesellschaften PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG und PICARD Leathergoods Retail GmbH & Co. KG stellten Mitte Juni 2026 Sanierungsanträge beim Amtsgericht Offenbach am Main, denen das Gericht nach Prüfung entsprochen hat. Als Restrukturierungsexperten wurden Holger Rhode und Dr. Raul Taras von der Kanzlei Görg sowie Thomas Montag von Montag & Montag in die Geschäftsführung berufen. „Wir gehen mit klarem Fokus in diese Verfahren. Die konkreten Schritte erarbeiten wir jetzt gemeinsam mit den Restrukturierungsexperten“, sagt Geschäftsführer Martin Picard. Man rechne damit, die Verfahren im Herbst 2026 wieder zu verlassen.

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Der Geschäftsbetrieb mit insgesamt 90 Beschäftigten läuft uneingeschränkt weiter. „Wir bieten in den Marken-Stores an den Flughäfen Frankfurt am Main und München sowie im Online-Shop weiter unser Sortiment an Lederwaren und Accessoires an und beliefern wie gewohnt unsere Handelspartner“, sagt Restrukturierungsexperte Holger Rhode. Als Ursache nennt PICARD eine erhöhte Kaufzurückhaltung der Kundschaft. Löhne und Gehälter sind bis auf Weiteres gesichert. Als vorläufige Sachwalterin bestellte das Gericht Nadja Raiß von K&L Gates.

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Picard hatte während der Corona-Pandemie ein Insolvenzverfahren durchlaufen – im Mai 2020 beantragte das Unternehmen ein Schutzschirmverfahren, das dann in eine Eigenverwaltung überging. Das Verfahren endete 2021, Picard blieb zu 100 Prozent in Familienhand, musste dabei aber 40 Stellen abbauen und 5 von 14 Filialen.