DIHK: Gründungsinteresse steigt

Peter Adrian ©DIHK

Ausweichstrategie

Das Interesse an einer Unternehmensgründung nimmt in Deutschland zu, allerdings vor allem aus Sorge um die eigene berufliche Zukunft. Das zeigt der DIHK-Report Unternehmensgründung 2026. Der Anteil der Gründungsinteressierten, die mangels Erwerbsalternativen gründen wollen, liegt mit 36 Prozent auf dem höchsten Stand seit elf Jahren. Fast vier von zehn Interessierten fürchten angesichts der wirtschaftlichen Lage um ihren Arbeitsplatz.

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„Unser Report zeigt zwar ein steigendes Gründungsinteresse, aber keinen breiten unternehmerischen Aufbruch. Das passt leider zur weitgehend stagnierenden Wirtschaftsentwicklung“, kommentiert DIHK-Präsident Peter Adrian. Als größte Gründungshemmnisse nennen die Befragten Bürokratie, Steuern und Finanzierung. Drei Viertel fordern schnellere Verfahren und eine leistungsfähigere Verwaltung, fast zwei Drittel ein einfacheres Steuerrecht. Positiv entwickelt sich der Frauenanteil: Mittlerweile kommen fast ebenso viele Frauen wie Männer zur Gründungsberatung in die Industrie- und Handelskammern (IHKs), vor 20 Jahren lag der Anteil noch bei rund einem Drittel. Adrian fordert einen „echten Paradigmenwechsel“, damit Gründungen künftig innerhalb weniger Stunden möglich werden.