ACBC (ausgeschrieben: „Anything Can Be Changed“) ist ein 2017 in Mailand gegründetes italienisches Schuh- beziehungsweise Sneaker-Unternehmen, das komplett auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Gegründet wurde es von Gio Giacobbe (CEO) und Edoardo Iannuzzi (Chief Sustainability Officer). Nun baut baut das Unternehmen mit einem neuen Innovation Hub seine Aktivitäten im Bereich nachhaltiger Innovation aus.
ACBC ist in erster Linie als nachhaltige Sneakermarke bekannt geworden – das „Zipshoe“-System und der „Evergreen“-Sneaker sind die Aushängeschilder. Das Sortiment umfasst aber auch weitere Schuhtypen für Damen und Herren, nicht nur klassische Trainers. Wichtig ist zudem die zweite Geschäftssäule: ACBC ist nicht nur Endkonsumentenmarke, sondern auch B2B-Materiallieferant/-Entwickler für andere Modehäuser wie Missoni, EA7, Diadora u. a. – dort geht es dann auch über reine Sneaker hinaus in Richtung nachhaltige Materialien und Produktionsverfahren allgemein. Sneaker sind das Herzstück und das, wofür die Marke steht, aber ACBC würde sich selbst eher als Nachhaltigkeits-/Materialinnovations-Unternehmen mit Fokus auf Schuhe positionieren als als reine Sneakermarke. Im Herzen Mailands hat die B-Corp-zertifizierte Unternehmen jetzt ein 400 Quadratmeter großes Zentrum eröffnet, das Materialforschung, Produktentwicklung und Technologien für die Kreislaufwirtschaft unter einem Dach vereint. Ziel ist es, Innovationen für die Mode-, Luxus- und Lifestylebranche schneller zur Marktreife zu bringen.
Im Gegensatz zu klassischen Beratungsmodellen begleitet ACBC Marken und Hersteller entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Innovation Hub bietet Zugang zu einem kuratierten Netzwerk zukunftsweisender Lösungen und dient zugleich als Plattform für deren Validierung. Internationale Start-ups, neuartige Materialien und industriell erprobte Prototypen erhalten hier Sichtbarkeit – von Biomaterialien und innovativen Lieferketten über Synergien mit der Automobil- und Designindustrie bis hin zu Technologien für die Neugestaltung des Produktlebenszyklus.
Das achtköpfige Innovationsteam unter der Leitung von Chief Innovation Officer Edoardo Iannuzzi verfügt über Expertise in den Bereichen Textilien, Leder und Polymere. Unterstützt wird die Arbeit durch eine Datenbank mit mehr als 3.800 Materialien sowie ein Netzwerk von rund 200 Partnern – von Start-ups und Materialinnovatoren bis hin zu multinationalen Unternehmen aus Europa, Asien und den USA.
Die Innovationsstrategie des Hubs basiert auf zwei Säulen. Im Bereich „Available“ werden saisonal marktreife Materialien identifiziert, mithilfe von Produkt-Proof-of-Concepts getestet und für den Einsatz bei Marken vorbereitet. Im Bereich „New Frontiers“ investiert ACBC 5 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung, um eigene Patente und Technologien für die zirkuläre Transformation der Modeindustrie zu entwickeln.
„Der Hub wurde geschaffen, um Innovation in den Dienst der Branche zu stellen. ACBC identifiziert Lösungen in den Bereichen Materialien, Produkte und Kreislaufwirtschaft und übersetzt sie in messbare wirtschaftliche und ökologische KPIs. So können Marken ihr Potenzial auf einer objektiven Grundlage bewerten und konkrete Mehrwerte erkennen“, sagt Edoardo Iannuzzi.
Für CEO und Mitgründer Gio Giacobbe unterstreicht der Innovation Hub die strategische Ausrichtung des Unternehmens: „Wir schaffen eine Infrastruktur, die Kompetenzen, Technologien und Lieferketten weltweit vernetzt. Damit wollen wir unsere Rolle als Innovationspartner der Branche weiter ausbauen und den Wandel hin zu fortschrittlicheren, integrierten und wettbewerbsfähigeren Geschäftsmodellen beschleunigen.“
Ergänzt wird das Leistungsportfolio von ACBC durch Strategieberatung, Managed Services für die Lieferkette sowie Marketing- und Kommunikationsdienstleistungen.




