OEKO-TEX passt Governance-Struktur an

Dr. Alfred J. Beerli ©OEKO-TEX®

Neuaufstellung

Ab dem 27. September 2026 gelten in der EU mit der EmpCo-Richtlinie (EU 2024/825) schärfere Regeln gegen Greenwashing und höhere Anforderungen an Nachhaltigkeitslabels. Der Zertifizierer OEKO-TEX® nimmt die Vorgaben zum Anlass, seine Governance-Struktur weiterzuentwickeln. Die betroffenen OEKO-TEX®-Labels blieben dadurch auch nach Inkrafttreten der nationalen Rechtsvorschriften rechtskonform, teilt das Unternehmen mit

WERBUNG

Kern der Reorganisation sei die Trennung von Standardsetzung und Konformitätsbewertung. Dazu zählt die Umwandlung der bisherigen GmbH in eine AG, ein neues Unabhängigkeitsstatut mit Unabhängigkeitsausschuss und anonymem Meldesystem, ein an ISO/IEC 17065 ausgerichteter Akkreditierungsvertrag, nach ISO/IEC 17025 akkreditierte Prüfinstitute sowie ein Verwaltungsrat als oberstes Gremium. Für Kunden und Partner ändere sich im Tagesgeschäft nichts, Prüfung, Auditierung und Zertifizierung liefen unverändert weiter, heißt es weiter. „Verbraucherschutz beginnt mit Vertrauen. Und Vertrauen entsteht nur, wenn unabhängig geprüft wird, was versprochen wird. Mit der neuen Struktur verankern wir diese Unabhängigkeit noch verbindlicher und machen sie für alle transparent nachvollziehbar“, sagt Dr. Alfred J. Beerli, CEO von OEKO-TEX®.