Lieferketten
Die Clean Clothes Campaign hat die siebte Ausgabe ihres Living-Wage-Monitoring-Projekts Fashion Checker veröffentlicht. 32 Prozent von 110 untersuchten Marken haben sich demnach zu existenzsichernden Löhnen verpflichtet, nur 4 Prozent hätten aber messbare Fortschritte erzielt. Umfragen unter Beschäftigten zeigten weiterhin große Lücken: Befragte verdienten in Bangladesch 73 Prozent, in Pakistan 74 Prozent, in Serbien 63 Prozent und in der Türkei 66 Prozent weniger als einen existenzsichernden Lohn. 27 Prozent der untersuchten Marken fallen laut Fashion Chehttps://www.fashiontoday.de/wp-admin/media-upload.php?post_id=73386&type=image&TB_iframe=1cker voraussichtlich unter die EU-Lieferkettenrichtlinie CSDDD, die 2029 in Kraft tritt, doch nur 3 Prozent von ihnen verfügten bereits über einen entsprechenden Aktionsplan. Ein Viertel der Marken habe zudem keinen öffentlich zugänglichen Beschwerdemechanismus für Beschäftigte.
„Jeder Lohn unterhalb eines existenzsichernden Niveaus ist ein Armutslohn„, sagt Fashion-Checker-Koordinatorin Aileen Robinson. Seit Projektstart 2019 habe sich der Durchschnittswert der Marken nur um 3 Prozent verbessert, 96 Prozent der Marken zahlten weiterhin keinen existenzsichernden Lohn.
