René Benko zu 30 Monaten Haft verurteilt

©KI generiert

Betrug

Ein Schöffensenat in Innsbruck hat SIGNA-Gründer René Benko am 22. September 2026 wegen betrügerischer Krida schuldig gesprochen und die Haftstrafe auf 30 Monate unbedingt erhöht. Im Oktober 2025 war Benko in einem vorangegangenen Verfahren noch zu 24 Monaten verurteilt worden. „Krida“ ist der österreichische juristische Begriff für Vermögensverschiebung zum Nachteil von Gläubigern im Rahmen einer Insolvenz – vergleichbar mit dem deutschen Straftatbestand des Bankrotts bzw. der Gläubigerbegünstigung/-schädigung. Grundlage des aktuellen Urteils sind eine bereits rechtskräftig abgeurteilte Zuwendung von 300.000 Euro an seine Mutter sowie rund 360.000 Euro an vorab geleisteten Mietzahlungen. Vom Vorwurf, durch eine vorab geleistete Betriebskostenzahlung Gläubigerinteressen geschädigt zu haben, wurde Benko freigesprochen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Benko kann dagegen Rechtsmittel einlegen. Der frühere Immobilienunternehmer war Gründer der insolventen SIGNA Holding, zu der unter anderem die KaDeWe Group mit dem Berliner KaDeWe, dem Hamburger Alsterhaus und dem Münchner Oberpollinger gehörte, bevor die thailändische Central Group die Anteile übernahm.