Umgehört
26 Prozent der deutschen Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut, drei Prozentpunkte mehr als im Frühsommer. 23 Prozent nennen sie schlecht. Das zeigt die Konjunkturumfrage Herbst 2026 der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter rund 23.000 Unternehmen. Im Handel sei die Lage weiterhin schlecht. Der DIHK-Stimmungsindex steigt von 88,1 auf 94,7 Punkte. Für die kommenden zwölf Monate rechnen 15 Prozent der Betriebe mit besseren Geschäften, fast doppelt so viele mit schlechteren.
Die DIHK hebt ihre Wachstumsprognose für 2026 von 0,3 auf ein Prozent an. Für 2027 erwartet sie ebenfalls ein Prozent Plus. „Was wir derzeit sehen, ist ein Aufschwung auf Pump“, sagt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. Getragen werde das Wachstum von Staatsausgaben für Infrastruktur und Verteidigung sowie vom Export.
67 Prozent der Unternehmen nennen die Energie- und Rohstoffpreise als Geschäftsrisiko, 58 Prozent die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, 56 Prozent die Arbeitskosten. Weniger als ein Viertel will mehr investieren, fast ein Drittel weniger. Rund zehn Prozent der Unternehmen planen zusätzliche Stellen, ein Viertel einen Stellenabbau. Die Anlageinvestitionen liegen laut DIHK rund zehn Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau.

