Der Name ist Programm

Panorama

© PANORAMA BERLIN

Autor: Dieter Scholz

Die diesmalige Headline symbolisiert das Gesamtkonzept einer Messe, die für sich in Anspruch nimmt, als Marktplatz der Mode für den einkaufenden Handel eine Führungsposition einzunehmen. Als Branchentreffpunkt und Informationsplattform für die Modebranche bietet die Panorama die wichtigsten Trends und Tendenzen der kommenden Saison und präsentiert eine zeitgenössische relevante Auswahl an Damen- und Herrenkollektionen, Schuhen und Accessoires von Produktspezialisten und Heritage-Brands über junge Nischenkollektionen bis hin zum Kernsegment führender Lifestyle-Marken.

Seit der Premiere der PANORAMA BERLIN im Januar 2013 erweitert die noch neue Modemesse das Angebot der Berlin Fashion Week um ein ausgewähltes Portfolio aus international führenden Modemarken mit Business-Relevanz. Dank des ständig neuen und inspirierenden Markenmixes und starken Fokus’ auf Besucher-Services, konnte sich die PANORAMA BERLIN mit weit über 500 Ausstellern und 50 000 Besuchern aus 96 Nationen als Leitmesse der Berlin Fashion Week etablieren.

Die Herausforderungen sind groß. Der Handel und die Industrie kämpfen um Eigenständigkeit und merken anscheinend nicht, dass der Konsument für beide da ist. Insofern kann eine Messe wie die Panorama sich nur auf das Produkt „Mode“ für den einkaufenden Handel orientieren. Ist das so? Dem Anschein nach ja. Davon zeugen die vielen Bereiche verteilt auf insgesamt 9 Hallen im Berliner Messezentrum. Aber Stillstand ist Rückstand und wenn eine Messe aktuell und interessant bleiben will, dann sind Veränderungen, neue Konzepte und Weitsicht unerlässlich. So erweitert die Panorama mit der Januarmessen 2017 das Aussteller-Portfolio in der Halle 7 um Lingerie, Wäsche & Home-Wear. „The Man´s World“ in der Halle 2 präsentiert u.a. die Erfolgsmarken der Deutschen HAKA und stellt die Basis für das Geschäft rund um den Mann. Das Urban LAB in der Halle 3 zeigt „The home of Casuals“ mit Jeans und Young Fashion. Neu aufgestellt sind die Hallen 5 und 6 mit Schuhen und Accessoires. Diese Ergänzungen und Veränderungen werden mit Spannung gesehen, denn nicht alles, was in 2016 inszeniert wurde, war auf dem Punkt.

 

Jörg Wichmann (Bild: PANORAMA BERLIN)

Dazu Jörg Wichmann, CEO, Panorama Berlin,: „In der letzten Saison war es unser Ziel, das Angebot der Panorama Berlin zu ordnen und die einzelnen Produkte deutlich zu präsentieren, um den Einkäufern so eine einfache Orientierung und einen schnellen Überblick zu bieten. Leider haben wir es damit wohl etwas übertrieben, so dass wir für die kommende Saison Schuhe und Accessoires wieder kombinieren und zu einem inspirierenden Ganzen arrangieren. Darüber hinaus werden wir die einzelnen Stände aufbrechen und zentrale Flächen schaffen, auf denen wir die Produkte der Aussteller retail-orientiert präsentieren.

NOVA CONCEPT in der Halle 9 erhält gleichfalls eine Neuauflage mit Cool Comercials und dem Fokus auf Denim. In der Halle soll richtungsweisende Mode auf innovative Lifestyle-Produkte treffen, so die Messe-Macher und listen Brands wie Ben Sherman, Fornarina, Wrangler, Tigha, Solid, Bench auf. Aber die Wege der Zukunft gehen weit über Messehallen und Präsentationen für den Einkäufer hinaus. Auch die Panorama kann in der Zukunft nicht erfolgreich sein, würde man die digitalen Wege und den Konsumenten außen vor lassen. Sicher hat Zalando mit der neuen Bread & Butter hier ein Zeichen gesetzt. Schon längst wird auch bei der Panorama auch auf den Konsumenten gesetzt und mit der Plattform „Panorama Digital goes public“, eine neue B2C Version mit dem Soft-Launch geschaffen. Hier können interessierte Endverbraucher digital über die Panorama Berlin schlendern und sich von den aktuell im Handel befindlichen Kollektionen der Aussteller inspirieren lassen. Ein Storelocator bzw. Shopfinder verknüpft die digitale Plattform mit dem Handel, so dass der interessierte Kunde sofort sieht, wo es die begehrten Styles im stationären Handel gibt. Mit der Panorama Digital B2C Version unterstützt Panorama Berlin ausstellende Marken und fördert aktiv die Kommunikation zwischen Industrie, Handel und dem Endverbraucher.