Brinkmann-Gruppe: Solide Geschäfte

Klaus, Julius, Markus und Wolfgang Brinkmann, bugatti Holding Brinkmann (Bild: ©Franz Bischof)

Autor: Markus Oess

Die bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co. KG hat in einem schwierigen Branchenumfeld mit 225 Millionen Euro (ohne Lizenzumsätze) den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent gesteigert. Alle Unternehmen der Gruppe hätten zum Wachstum beitragen. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel in die Modernisierung unserer Marken investiert. Das wird von den Kunden honoriert“, kommentiert die Geschäftsführung. 2015 waren Markus und Julius Brinkmann neben ihren Vätern Wolfgang und Klaus Brinkmann in die Unternehmensführung aufgerückt. „Es zeigt sich, dass der Mix aus langjähriger Erfahrung und jungen Ideen uns in eine erfolgversprechende Zukunft führt“, lassen sich Wolfgang und Klaus Brinkmann zitieren.

Im Export macht sich das noch schwache Russlandgeschäft bemerkbar. Insgesamt sind die Erlöse leicht rückläufig. Wichtigste Auslandsmärkte waren Italien, gefolgt von den Niederlanden und Skandinavien. Die Investitionen über insgesamt 3,8 Millionen Euro wurden im Schwerpunkt in die Marke bugatti gesteckt, konkret in das Produkt- und Markenprofil, den Warenfluss sowie die Gründung der bugatti Retail GmbH. bugatti konnte sowohl bei der Damen- als auch der Herrenmode zulegen. Einzig das Jackengeschäft ist aufgrund der schwierigen Witterungsbedingungen leicht rückläufig gewesen. Die Zahl der Monobrand-Stores ist um vier auf 25 gestiegen. Weitere Läden sollen unter anderem an der deutschen Küste und auf der arabischen Halbinsel folgen. Die Shop-in-Shop-Flächen sind von 530 auf 550 gewachsen. Im Lizenzgeschäft mit inzwischen 15 Lizenzpartnern sind die Umsätze zweistellig gestiegen.

Die Marke Eduard Dressler hat Marktanteile hinzugewonnen und beim Umsatz zugelegt. Das Plus kam sowohl aus dem Inland als auch aus dem europäischen Ausland. Das Label hat im vergangenen Jahr verstärkt in das Hosensegment investiert und die Produktlinie deutlicher in Richtung Casual Wear ausgerichtet. Ab Herbst/Winter 2017 kommen Strick und Gürtel in die Kollektion, beides made in Italy. In seinem 100. Jubiläumsjahr lief es für WILVORST mit den Marken WILVORST, TZIACCO, atelier torino und CORPUS LINE gut. Der Verkauf der Marken WILVORST und TZIACCO ist um 3,1 Prozent gestiegen. Damit habe der Hersteller seine Position als Marktführer für festliche und formelle Herrenbekleidung weiter ausgebaut. atelier torino hat ein Pari erwirtschaftet. Pikeur Reitmoden aus Werther/Westfalen schließlich hat 2016 das umsatzstärkste Jahr der Firmengeschichte verbucht. In diesem Jahr wollen die Herforder die Modernisierung der Marken, die Internationalisierung und auch die Digitalisierung im Unternehmen weiter vorantreiben. „Wir sind gut aufgestellt und blicken optimistisch nach vorn“, so die Geschäftsführung.