Zalando: Keine Dividende

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Zalando-Vorstand: Rubin Ritter, Robert Gentz und David Schneider. Bild: ©Zalando

Autor: Markus Oess

Die Aktionäre von Zalando werden auch in diesem Jahr auf eine Dividende verzichten müssen. Wie im Vorjahr sollen dafür rund 200 Millionen Euro in das Wachstum des Online-Händlers investiert werden, führt der Vorstand bei der Hauptversammlung des Unternehmens am 31. Mai aus. Ziel sei es, den Umsatz um 20 bis 25 Prozent zu steigern und innerhalb der kommenden drei Jahre den Marktanteil in Europa zu verdoppeln. Im Jahr 2016 hatten die Berliner beim Umsatz rund 23 Prozent (3,64 Milliarden Euro) draufgepackt. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres haben die Erlöse um 23 Prozent auf 980,2 Millionen Euro zugelegt. Das bereinigte EBIT liegt dabei mit 20,3 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Erfolgreiches Marketing wie die „Man Box“-Kampagne mit US-Schauspieler James Franco hätten das Wachstum weiter unterstützt. Drei Viertel der Zalando-Kunden sind nach Unternehmensangaben Frauen. Bei den Männern sieht der Vorstand durchaus Luft nach oben.

Unterdessen prasselt ein Goldregen auf die Zalando-Gründer, Oliver, Marc und Alexander Samwer, herab, nachdem sie nicht ganz die Hälfte ihrer verbliebenen Anteile an dem Internetgiganten verkauft haben. Über den Käufer ist nichts bekannt, die Aktien seien in den Streubesitz übergangen, heißt es in einer Pflichtmitteilung. Rund 375 Millionen Euro wechseln den Besitzer. Damit reduziert sich der Anteil der drei Brüder am Online-Modehändler von 8,77 Prozent auf noch 4,99 Prozent. Haupteigner bleibt mit knapp 32 Prozent die schwedische Investmentgesellschaft Kinnevik. Überdies ist die dänische Bestseller-Gruppe mit 10 Prozent an den Berlinern beteiligt.