Fair Wear Foundation spricht von spürbaren Fortschritten

©Fair Wear Foundation

88 Prozent der Mitglieder werden mit ‚gut’ oder sogar als ‚Vorreiter’ bewertet

Faire Arbeitsbedingungen in der textilen Lieferkette – die Mode-, Sport- und Outdoorbranche genauso wie Hersteller für Berufsbekleidung und B2B-Marken haben in den vergangenen fünf Jahren viel unternommen, um die Konditionen in ihren Lieferketten zu verbessern. 88 Prozent der Mitgliedsunternehmen der Fair Wear Foundation erzielen Ergebnisse der Kategorien „gut“ und „Vorreiter“. Die Motivation etwas zu verbessern, ist offensichtlich gestiegen“, teilt die Fair Wear Foundation (FWF) auf einer Pressekonferenz im Rahmen der grünen Messen in Berlin mit. Fünf Marken wurden suspendiert.

Die Arbeitsbedingungen in der textilen Lieferkette sollen effektiv verbessert werden, indem die Mitgliedsfirmen, also Brands wie KOI, ARMEDANGELS oder JACK WOLFSKIN, ihre Geschäftspraktiken in der Zusammenarbeit mit ihren Herstellern genau hinterfragen und zum Positiven verändern. Die nach eigenem Bekunden unabhängige und gemeinnützige NGO, prüft deren Arbeit und berichtet öffentlich darüber. Zum ersten Mal hat die niederländische Non-Profit-Organisation ein externes Beratungsunternehmen beauftragt, die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre zu analysieren. Grundlage der Analyse sind 241 Brand Performance Checks von 130 Mode-, Outdoor-, Berufsbekleidungs- und B2B-Marken in den Jahren von 2013 bis 2017.
Die Arbeitskonditionen in den Fabriken können nicht getrennt von den Geschäftspraktiken der Marken betrachtet werden. Die Entscheidungen des Managements haben einen enormen Einfluss auf gute oder schlechte Arbeitsbedingungen. Marken müssen den Willen haben, ihre Arbeitsweisen zu verändern, zum Beispiel durch eine bessere Produktionsplanung oder die Anpassung von Preisen. Das ebnet den Weg für einen wesentlichen Wandel“, sagt Lotte Schuurman, Communications Manager der FWF.