Auf Achse

Nimm mich mit ...

Chefredakteur und Co-Herausgeber Dirk Mönkemöller auf Reisen (©privat)
Autor: Andreas Grüter

Reist man als Chefredakteur und Co-Herausgeber einer Zeitschrift für Einblicke und Ausflüge anders und wenn ja, wie? Wir haben Dirk Mönkemöller vom wunderbaren Magazin The Weekender in den Koffer geschaut und ihn über seine Lieblingsdestinationen und den im Urlaub präferierten Kleidungsstil ausgefragt. Wer nach der Lektüre neugierig geworden ist: Ausgabe 30 erscheint am 22. August.

FT: In eurem Magazin The Weekender geht es in jeder Ausgabe kreuz und quer über den Globus. Was war deine bislang weiteste Reise?
Dirk Mönkemöller: „Meine weitesten Reisen haben mich schon als Teenager in die USA geführt, wo ich die Gastfamilie eines Austauschschülers in Wyoming besucht habe, also im Nirgendwo. Das war toll und aufregend. Als Student war ich für einen Monat in Australien, allerdings ,nur‘ in Sydney und Melbourne. Vom Outback habe ich leider nichts gesehen. Und einmal war ich in Thailand, wo es ziemlich heiß war.“

Wo hat es dich zuletzt hin verschlagen und was ist dein Lieblingsort?
„In den vergangenen Jahren war ich häufig in Holland am Meer – perfekt, weil nah an meiner Heimat Köln und gut geeignet, wenn man einen Hund im Gepäck hat. Aber auch in Portugal und auf Formentera war ich mehrmals. Mein Trip auf die Färöer war natürlich auch ziemlich einzigartig. Als Lieblingsort würde ich das Hotel Casa Mãe in Lagos an der Algarve nennen.“

 Meer oder Berge?
„Finde ich beides reizvoll. Snowboarden oder Strandhängen – die Entscheidung fällt schwer.“

Koffer oder Rucksack?
„Meine Freundin und ich sind wahre Meister im Packen. Oft kommen wir mit einem kleinen Rucksack für beide aus. Im Notfall kann man ja vor Ort alles einkaufen gehen.“

Zelt oder Hotel?
„Meine letzte Nacht im Zelt ist lange her. Damals hat es geregnet und unser Hund hat viel zu viel Raum beansprucht. Daher: Hotel. Ende des Jahres werde ich aber erstmals in einem Zwischending nächtigen – ein Schlafstrandkorb an der Ostsee. Bin gespannt, wie das ist.“

Was ist ein modisches Must-have auf Reisen, worauf kannst du verzichten und was geht überhaupt nicht?
„Wie gesagt, ich packe sehr effizient. Wichtig sind kurze Hosen (eine, von RALPH LAUREN, ist uralt und verwaschen, die andere knallrot und von COS). Dazu trage ich Ledersandalen von CAMPER, die ich vermutlich mehr pflegen sollte.“

Trägt im Büro immer lange Hosen: Muss man wohl so machen, wenn man über 40 ist.“  Dirk Mönkemöller ©Christian Seiter

Unterscheidet sich dein Urlaubsoutfit von deiner Alltags- beziehungsweise Berufsbekleidung zu Hause?
„Ich mache da keinen großen Unterschied. Im Büro trage ich aber auch bei warmen Temperaturen lange Hosen – muss man wohl so machen, wenn man über 40 ist. Fühlt sich aber auch gut und richtig an.“

Kaufst du vor einer Reise noch extra Klamotten ein und falls ja, wo?
„Vor dem Urlaub kaufe ich eigentlich nichts Neues. Das passiert eher vor Ort, wenn genügend Zeit und Muße vorhanden ist. Zuletzt war das eine Badehose auf der Insel La Palma.“

Wie würdest du deinen Kleidungsstil beschreiben und hat er sich in den letzten 20 Jahren verändert?
„Mein Kleidungsstil ist eine Mischung aus: Was finde ich in meinem Kleiderschrank, was ist gewaschen, was hat keine sichtbaren Flecken? Sehr unprätentiös also. Vermutlich schlägt da meine Punk-Vergangenheit durch. Aber ich habe durchaus auch einen Hang zum Preppy-Stil: Segelschuhe, Chinos, Hemden in bunten Farben und Mustern.“

Adventures close to home– wohin verschlägt es dich, wenn du einen Wochenend-Tapetenwechsel brauchst?
„Mit meinem Vater fahre ich häufig zum Nürburgring, wo fast jedes Wochenende Oldtimer-Veranstaltungen stattfinden. Ansonsten: Amsterdam, Brüssel, Sauerland. Alles, was schnell erreichbar ist. In Berlin bin ich auch regelmäßig, aber das ist eher kein Urlaub.“