HUGO BOSS: Umsatz gehalten, Gewinn gibt nach

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Engere Zusammenarbeit mit Zalando verabredet

„Das dritte Quartal war angesichts eines herausfordernden Marktumfelds nicht einfach. Vor allem der lange und heiße Sommer in Europa hat unser Geschäft beeinträchtigt“, sagt Mark Langer, Vorstandsvorsitzender der HUGO BOSS AG bei der Präsentation der Neun-Monatszahlen. Langer sieht aber Zeichen für eine dynamischere Entwicklung von Umsatz und Ergebnis im Schlussquartal. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere Gesamtjahresziele erreichen werden. Entsprechend verfolgen wir unsere strategischen Initiativen konsequent weiter. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bereits im kommenden Jahr zu nachhaltig profitablem Wachstum zurückkehren.“

Der Konzern konnte den Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum währungsbereinigt um 1 Prozent auf 710 Millionen Euro leicht steigern. Das Geschäft in Amerika und Asien hätten dabei den leichten Umsatzrückgang in Europa ausgeglichen. Insbesondere in Deutschland und Frankreich habe der außergewöhnlich lange, heiße Sommer und der verspätete Start der Herbst/Winter-Saison das Geschäft erschwert. Während der eigene Einzelhandel im dritten Quartal flächen- und währungsbereinigt um
3 Prozent und im eigenen Onlinegeschäft mit einem Zuwachs von 38 Prozent deutlich zulegen konnte, sind die Umsätze im Großhandelsgeschäft erwartungsgemäß leicht zurückgegangen. Grund seien zeitliche Verschiebungen von Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr gewesen, heißt es. Nicht zuletzt durch „erhöhte Rabattintensität“ und negative Währungseffekte ist das Ergebnis spürbar zurückgegangen. Das EBITDA hat mit 126 Millionen Euro rund 12 Prozent verloren. Das EBIT ist um schmerzliche 20 Prozent auf 92 Millionen abgerutscht, das Konzernergebnis um 18 Prozent auf 66 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018 steht ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum in Höhe von 4 Prozent in den Büchern. Der eigene Einzelhandel legte in diesem Zeitraum beim Umsatz flächenbereinigt um 5 Prozent zu. Das EBITDA vor Sondereffekten lag mit 331 Millionen Euro rund 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Dennoch hält das Management an seiner Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2018 fest und rechnet mit einem Anstieg des Konzernumsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Entwicklung des EBITDA vor Sondereffekten soll innerhalb einer Spanne von –2 Prozent und +2 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegen. Zudem melden die Metzinger, dass sie „zur Stärkung des digitalen Vertriebs“ Anfang Oktober die Partnerschaft mit dem Onlineanbieter Zalando intensiviert und das Produktsortiment der Marke BOSS ausgebaut haben. Dabei geht es um die Nutzung der Zalando Partnerprogramm-Plattform. HUGO BOSS steuert eigenständig die Präsentation und den Vertrieb der BOSS Businesswear, die erstmalig bei Zalando erhältlich ist.