LUDWIG BECK: „problematisches Geschäftsjahr 2018“

©LUDWIG BECK AG

14.04.2019

Schmerzhafter Gewinneinbruch

Der Münchner Modekonzern LUDWIG BECK „musste sich dem fortwährenden strukturellen Druck stellen, dem der gesamte europäische Modehandel ausgesetzt war. Auch unberechenbare klimatische Einflüsse drückten wiederholt auf das Saisongeschäft. Entsprechend folgten Umsatz- und Ergebnislage dem negativen Branchentrend und blieben hinter den Erwartungen zurück“, teilt das Unternehmen bei der Vorlage der Bilanz 2018 mit.

„Nachdem uns die Thematik WORMLAND in 2019 nochmals vor große Herausforderungen stellen wird, sind wir davon überzeugt, dass nach diesem Transformationsjahr LUDWIG BECK gestärkt in die Zukunft gehen wird. LUDWIG BECK verfügt über die Erfahrung, um auch mit Rückschlägen umgehen zu können“, betont Vorstandsmitglied Dieter Münch. Auf Konzernebene verlor LUDWIG BECK mit 166,1 Millionen Euro 4,1 Prozent Bruttoumsatz. Damit wurden die im zurückliegenden Dezember angepassten Umsatzziele leicht übertroffen. Vorher plante das Management mit 170 bis 180 Millionen Euro. Nach Segmenten ging der Umsatz von LUDWIG BECK inklusive Beauty-Onlinehandel mit 95,5 Millionen Euro um 3, 6 Prozent zurück. Immerhin der Online-Handel entwickelte sich wunschgemäß. WORMLAND hat mit 70,5 Millionen Euro knapp 5 Prozent weniger umgesetzt als im Jahr zuvor.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf Konzernebene brach um 69 Prozent auf noch 2 Millionen Euro ein. Doch während LUDWIG BECK mit 7,6 Millionen Euro zwar 14,5 Prozent weniger Ergebnis beisteuerte, aber klar positiv war, sieht es bei der Menswear-Tochter Wormland anders aus. Auch infolge von Impairmentabschreibungen über 2,5 Millionen Euro rutschte die Kette mit -5,7 Millionen Euro noch tiefer in die roten Zahlen (Vorjahr: -2,4 Millionen Euro). Unterm Strich steht ein Ergebnis vor Steuern (EBT) auf Konzernebene, von 1,1 Millionen Euro. Das sind 80 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Auf LUDWIG BECK entfielen 6,9 Millionen Euro (-14,8 Prozent). Beim WORMLAND hat sich mit 5,8 Millionen Euro der Verlust mehr als verdoppelt.

Aufgrund des geplanten Verkaufs der WORMLAND-Gruppe hat die LUDWIG BECK AG eine bilanzielle Vorsorge getroffen und den Beteiligungswert der Menswearkette mit 6 Millionen Euro im Einzelabschluss in 2018 voll abgeschrieben. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 3,9 Millionen im Einzelabschluss der LUDWIG BECK AG wurde durch die Auflösung von Gewinnrücklagen ausgeglichen. Vor diesem Hintergrund soll es diesmal keine Dividendenzahlung geben.

Der Vorstand erwartet für 2019 einen Warenumsatz auf Konzernebene zwischen 165 und 170 Millionen Euro sowie ein Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Euro, vorausgesetzt, WORMLAND verbleibt bis Ende 2019 im Konzern.