ETERNA: Lockdown bremst Geschäftsentwicklung aus

Henning Gerbaulet ©ETERNA

Produktion von Schutzmasken zur Umsatzkompensation

Auch der Passauer Hemdenspezialist ETERNA Mode Holding GmbH spürt die Folgen des Corona- Lockdowns. Hiervon zeige sich auch die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2020 wesentlich beeinflusst, teilt das Unternehmen mit. Der Umsatz sank um 9,5 Prozent auf 23,9 Millionen Euro. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich in von 3 Millionen auf 1,7 Millionen Euro. Die liquiden Mittel haben sich mit 8,3 Millionen Euro nahezu halbiert. Allerdings verbirgt sich dahinter die Tilgung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 8 Million Euro. Die Nettoverschuldung liegt bei 41,3 Millionen Euro und damit leicht unter dem Vorjahresniveau. „Der Lockdown und die weiterhin geltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie beeinträchtigen die Verkaufszahlen im gesamten stationären Einzelhandel schwer – so auch bei ETERNA. Unsere eigenen Retail-Stores und wichtige Absatzkanäle im Wholesale waren mehrere Wochen geschlossen. Inzwischen sind unsere Stores wieder vollständig geöffnet. Jedoch beobachten wir noch eine verhaltene Nachfrage der Verbraucher. Einiges des stationären Geschäfts hat sich seither ins Online-Geschäft verlagert, in dem wir seit Inkrafttreten des Lockdowns entsprechend Zulauf verzeichnen. Hohe Nachfrage sehen wir insbesondere auch nach den im April neu ins Sortiment aufgenommenen Mund-Nasen-Masken“, sagt Henning Gerbaulet, geschäftsführender Gesellschafter der ETERNA Mode Holding GmbH.

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzumildern, hat ETERNA eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt. Neben Kurzarbeit in einzelnen Unternehmensbereichen und Optimierungen wie zum Beipiel im Logistikbereich, wurde die Produktion an den europäischen Standorten im April auf Mund-Nasen- Masken umgestellt, was zur Kompensation von Umsatzausfällen im stationären Einzelhandel beiträgt. „Indem wir unsere Prozesse sowie die Produktion frühzeitig und konsequent angepasst haben, können wir die negativen Folgen durch COVID-19 auf unser Geschäft etwas abfedern. Aufgrund der entsprechenden Nachfrage von Behörden, Unternehmen und Privatpersonen nach unseren Masken planen wir, auch in Zukunft weiterhin Schutzmasken herzustellen“, sagt Gerbaulet.